
Sigma 135mm 1.4 vs Sony 135mm 1.8
zwei Systeme, ein Sensor
sony a7r5, LEICA SL3
ein Praxisvergleich aus Palma
ein praktischer Test, bei dem ich meine Erfahrungen auf der Straße und im Studio mit beiden Objektiven teile.
warum dieser Vergleich?
Ich mache Porträts in Palma – auf der Straße, im Studio, überall dazwischen. Dieser Vergleich entstand aus dieser Praxis.
Sony a7r v mit dem 135mm f/1.8 gm versus leica sl3 mit dem sigma 135mm f/1.4. Zwei Systeme, die oft verglichen werden – aber selten unter realen Arbeitsbedingungen. Es gibt genügend Labortests. Was ich wissen will: Wie fühlen sich diese Systeme in der tatsächlichen Arbeit an?
Beide Kameras teilen denselben 61-Megapixel-Sensor. Theoretisch sollten die Ergebnisse ähnlich sein. Aber jeder, der schon eine Weile fotografiert, weiß: Eine Kamera ist mehr als ihr Sensor.
Das Sigma 135mm f/1.4 dg hsm art ist brandneu – veröffentlicht in der zweiten Hälfte des Jahres 2025. Dies ist einer der ersten Praxis-Tests dieses Objektivs im direkten Vergleich mit dem etablierten Sony GM.


transparenz
Beide Kameras und beide Objektive gehören mir. Keine gesponserten Inhalte, keine Leihgaben, keine Labortests. Nur ein ehrlicher Vergleich aus meiner täglichen Arbeit.
Alle Fotos sind als unbearbeitete JPGs in voller Auflösung zum Download verfügbar. Keine Presets, keine Profile, keine Retusche. Was Sie sehen, können Sie selbst überprüfen.
Ich kröne keinen Gewinner. Ich zeige, wie sich diese Systeme unterscheiden.
die systeme auf einen blick
sony a7r v + sony fe 135mm f/1.8 gm
61 MP, 693 Phase-AF-Punkte, KI-Subjekterkennung
Mindestfokusabstand: 70 cm
Systemgewicht: ~1.673 g
Objektivpreis: ~$1.899
leica sl3 + sigma 135mm f/1.4 dg hsm art
61 MP (identischer Sensor), Kontrast-AF + DFD
Mindestfokusabstand: 87,5 cm
Systemgewicht: ~1.980 g
Objektivpreis: ~$1.899
Fast 300 Gramm Unterschied. Klingt nach nichts. Ist es aber nicht.
mindestfokusabstand: der unterschätzte faktor
Die meisten Leute schauen auf die Blende. f/1.4 vs. f/1.8 – das Sigma gewinnt, oder?
Nicht so schnell.
Warum der Mindestfokusabstand wichtig ist
Die Schärfentiefe hängt nicht nur von der Blende ab. Sie hängt auch davon ab, wie nah Sie an Ihr Motiv heran können. Die vereinfachte Formel:
Schärfentiefe ≈ (Fokusabstand² × Blendenzahl) / (Brennweite² × Zerstreuungskreis)
Das bedeutet: Je näher Sie fokussieren, desto geringer ist die Schärfentiefe – unabhängig von der Blende.
Die Zahlen
ObjektivMindestfokusabstandmax Blendenöffnungsony 135mm gm70 cmf/1.8sigma 135mm f/1.487,5 cmf/1.4
Das Sony kann 17,5 cm näher ran. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Was dies in der Praxis bedeutet
Beispiel: Enger Kopfschuss
Für einen Kopfporträt auf Mindestdistanz:
Sony bei 70 cm, f/1.8: Extrem geringe Schärfentiefe, nur das fokussierte Auge ist scharf
Sigma bei 87,5 cm, f/1.4: Muss weiter zurückstehen, was zu mehr Schärfentiefe führt, trotz f/1.4
Das Paradox: Das Sony kann bei f/1.8 eine geringere Schärfentiefe erzielen als das Sigma bei f/1.4 bei Nahaufnahmen – weil es näher herankommt.
Beispiel: Halbporträt aus 2 Metern
Hier spielt das Sigma seine Stärke aus. Bei größeren Entfernungen dominiert die Blende, und f/1.4 gewinnt.
mein Fazit zum Mindestfokusabstand
Für enge Porträts, Gesichtsdetails, intime Aufnahmen: Hier hat das Sony einen echten Vorteil. Für klassische Porträtabstände ab 1,5 m: Das Sigma bietet mehr Subjekttrennung.
test 1: Porträt mit Dauerlicht
warum kein Blitz?
Ich arbeite oft mit einer einzigen Lichtquelle in relativ dunklen Räumen. Genau die Situationen, in denen der Autofokus Schwierigkeiten hat. Blitzeinsatz wäre unfair zur Leica gewesen – der AF der SL3 wird bei wenig Licht merklich schwächer. Also: Dauerlicht.
mein Setup
nanlite forza 150 als einzige künstliche Lichtquelle
Offenes Fenster für Seitenlicht und als Gegenlichtquelle
Stativ, gleiche Position, gleiche Belichtung
Beide Kameras mit Augenerkennung
Beide mit ihrer spezifischen maximalen Blende (f/1.4 und f/1.8)
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